Thüringer Mediensymposium 2007 - ein Rückblick

31.10.07 12:30
Rubrik: Geschäft und so, Veranstaltungen

An die 200 Teilnehmer versammelten sich letzten Donnerstag im Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterKindermedienzentrum Erfurt, welches am selben Tag noch feierlich eröffnet wurde, zum 12. Thüringer Mediensymposium. Das Motto der Veranstaltung lautete "Kindermedien@Thüringen - Zukunft ist hier". Hier mein persönliches Fazit:

Die Veranstaltung war gut organisiert, jeder Teilnehmer erhielt eine Mappe mit Programmplan, Teilnehmerliste und Informationen zu den einzelnen Referenten. In den Pausen wurde mit Speisen und Getränken nicht gespart (alleine hierfür haben sich die 20 EUR Teilnahmegebühr gelohnt ;-) ). Einzig das WLAN fehlte.

In der Keynote stellte Dr. Horst Stipp, Medienforscher bei der NBC in New York, fest, dass der prognostizierte Untergang von TV und Print nicht stattgefunden hat, obgleich es eine Verschiebung im Mediennutzungsverhalten gab. Leitmedium im sogenannten Medien-Multitasking bliebe aber das Fernsehen.

Die erste Podiumsdiskussion widmete sich der Frage, ob und wie Kinder überhaupt noch Printmedien im Zeiten von elektronischen und Online-Medien nutzen. Es wurde festgestellt, dass eine Zeitung von Kindern für Kinder zwar machbar und interessant, nicht aber finanzierbar wäre. Alle Vertreter waren sich aber darüber einig, dass man sich nicht mehr nur auf ein Medium konzentrieren könne, sondern die Zielgruppe in einem Medienmix ansprechen muss und so tun sei es auch in TV, Print und Online.

Das zweite Forum beschäftigte sich dann mit der Thematik Geschlechterunterschiede in den Medienangeboten. Es wurde festgestellt, dass es einen "Einheitsbrei" gäbe und die Sendungen oft zu viele Klischees bedienen. Dennoch ließe sich so die breiteste Zielgruppe erreichen. Patentrezepte, wie man ein Angebot erfolgreich machen könne, gäbe es aber keine.

In der dritten Runde gab es eine Präsentation, wie das Kindermedienzentrum bereits für die Produktion der Serie "Schloss Einstein" genutzt wird, bevor noch die Bundesinitiative "Ein Netz für Kinder" vorgestellt wurde. Diese soll durch eine Whitelist Kinder vor "schlechten" Angeboten schützen und gleichzeitig kindgerechte Inhalte und Angebote fördern.

Insgesamt muss ich sagen, dass mir das Symposium nicht wirklich neue Erkenntnisse gebracht hat. Es war aber interessant, die verschiedenen Experten und Menschen kennenzulernen, die in der Branche tätig sind.

Sehr beeindruckend war die Präsentation der Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterIOSONO Soundtechnik, die im Kindermedienzentrum installiert ist, und ein völlig neuartiges räumliches Hörerlebnis ermöglicht.

Am Abend wurde dann in einer feierlichen Zeremonie das Kindermedienzentrum offiziell eingeweiht, bevor der Abend beim Buffet und dem "Meet & Greet" in lockerer Athmosphäre im MDR Landesfunkhaus ausklang.


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