Weblog

Wofür die Bundesregierung Geld ausgibt...

Die deutsch-polnische Musikbörse ist ein Online-Portal zur Information über die Musikentwicklung und -kultur in beiden Ländern. Auch wenn es also hauptsächlich um Musik gehen soll, ist die Site eine Beleidigung für die Augen und ein abschreckendes Beispiel für Webdesign und Webstandards.

Die Pressemitteilung, die Kulturstaatsminister Bernd Neumann heute herausgab, klingt euphorisch und hochlobend. In diversen Medien wird diese auch schon aufgegriffen. Doch hat sich wirklich mal jemand die Site angesehen?

Schon beim ersten Aufruf fühlt man sich in das letzte Jahrhundert zurück versetzt. Webdesign fast wie zum Beginn der Online-Ära. Die Farbgebung missachtet alle Gestaltungsregeln und würfelt alle Farben, die der Computermonitor hergeben kann, bunt durcheinander. Sie ist ganz gewiss nichts für Leute mit Sehschwächen. Von Barrierefreiheit braucht man gar nicht erst zu sprechen.

Beim Überfahren der Navigationspunkte hüpfen diese fröhlich hin und her, so dass man nur schwerlich etwas anklicken kann. Und klickt man in der oberen Leiste einen Punkt an, bemerkt man erst nach dem dritten oder vierten Klick, dass sich auf der Seite überhaupt etwas tut.

Ein wahres Feuerwerk an Frames wird gezündet und man weiss gar nicht, welchen Scrollbalken man zuerst bewegen soll. Und obwohl als Doctype HTML 4.0 Transitional gewählt wurde, liefert der W3C-Validator unzählige Fehler in der HTML-Syntax. Auf eine korrekte Semantik und sinnvolle Gliederung der Dokumente, sowie eine gewissenhafte Trennung von Inhalt und Layout wird ganz und gar verzichtet.

Ich kann wirklich nicht verstehen, wie eine solche Site überhaupt promotet werden kann. Eigentlich müsste man sich dafür schämen. Und bevor jemand auf falsche Gedanken kommt, am eingesetzten CMS liegt die schlechte Gestaltung und mangelhafte Programmierung nicht!

19.06.06 23:29

Von: Harald

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Flock Browser Version 0.7 Beta erschienen

Der Browser Flock, ein Fork von Mozilla, ist diese Woche in einer ersten Beta-Version 0.7 erschienen (Berichte gibt es an vielen verschiedenen Stellen). Ich habe mir die Software installiert und bin begeistert.

Flock kommt mit einer Vielzahl eingebauter Funktionen, die vor allen Dingen Bloggern große Freude bereiten. Beispielsweise sorgt eine Schnittstelle zu Photodiensten wie Flickr und Photobucket zur einfachen Integration der Photoverwaltung. Mit Flock können auch wunderbar schnell und bequem neue Postings in Blogs (Schnittstellen zu vielen verschiedenen Blogging-Systemen werden angeboten) angelegt werden, direkt aus dem Browser heraus. Auch an die Verwaltung von Bookmarks ist gedacht und alle Favoriten können in Onlinediensten wie del.icio.us verwaltet werden.

Fantastisch ist auch die Unterstützung von Feeds. Diese können durch Drag & Drop in eine Newsverwaltung integriert, dort gruppiert und sortiert und in einem übersichtlichen Fenster können dann alle neuen Meldungen gelesen werden.

Flock bietet eine große Anzahl an Suchmaschinen, die direkt über das Suche-Feld rechts oben aufgerufen werden k�nnen. Und für zusätzliche Funktionen können die (meisten) bekannten Extensions von Firefox auch in Flock integriert werden.

Weitere Informationen über Flock gibt es in einer Flocktour und bei Manuela Hoffmann gibt es einen Screencast.

Mein Fazit: Flock ist mein neuer Standard-Browser, es macht wirklich Spaß damit zu arbeiten. Was mir noch fehlt, ist eine direkte Schnittstelle zu TYPO3 ;-) . Aber das kann ja noch werden in späteren Versionen...

18.06.06 15:28

Von: Harald

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Katrin Göring-Eckardt zu Gast bei der "Angewandten Informatik"

Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90 / Die Grünen), hat vergangenen Donnerstag die Fachhochschule Erfurt und insbesondere unseren Studiengang "Angewandte Informatik" besucht. Neben einem Gespräch mit der Hochschulleitung und Studierenden über aktuelle Themen wie dem Bekanntheitsgrad der Abschlüsse Bachelor und Master oder auch Studiengebühren, informierte sie sich vor allen Dingen über die Forschungsaktivitäten im Bereich der Usability.

Bereits im Jahr 2004 war ich ja schon einmal maßgeblich an einer Studie zur Benutzerfreundlichkeit der Webseiten des Deutschen Bundestag beteiligt und seitdem wird kontinuierlich an einer weitergehenden Kooperation auf diesem Gebiet gearbeitet. Fr. Göring-Eckardt zeigte sich sehr interessiert und will unsere Aktivitäten auf diesem Gebiet aktiv unterstützen.

Als "Schmankerl" boten Jens Papenroth und ich ihr noch eine Analyse ihrer Website, die zur Zeit neu gestaltet und programmiert wird, unter den Gesichtspunkten der Usability und Barrierefreiheit. Ich denke, wir konnten ihr und insbesondere dem Programmierer einige wertvolle Anregungen und Impulse für die weitere Erstellung mitgeben.

17.06.06 19:16

Von: Harald

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Dieses Web existiert noch nicht

Schlechte und nichtssagende Fehlermeldungen findet man im Web also immer wieder. Bei der Suche nach Informationen über die Stadt Saalfeld tippte ich in meinen Browser: http://saalfeld.de. Doch statt der erwarteten Website kam nur die im Bild dargestellte nichtssagende Fehlermeldung...

Ein Web, das noch nicht existiert? Warum soll ich mich deswegen an meinen Webmaster wenden?

14.06.06 09:05

Von: Harald

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Schlechte Kommunikationspolitik

Vor kurzem berichtete ich hier darüber, dass ich mich aus meiner Online-Visa-Kontenübersicht ausgesperrt habe und dass keinerlei Informationen zur Kontaktaufnahme auffindbar sind.

Nun habe ich in einer alten Kreditkartenabrechnung eine Email-Adresse gefunden und vor zwei Tagen dorthin geschrieben, um mein Problem zu schildern. Doch auf eine Antwort warte ich bisher vergebens. Anscheinend gibt es also bei dem Unternehmen niemand, der Emails liest oder niemand, der für die Beantwortung von Kundenanfragen zuständig ist. Das macht leider keinen guten Eindruck und zeugt von Inkompetenz im Umgang mit moderenen Kommunikationsmedien...

13.06.06 11:07

Von: Harald

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